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Schlummerzeit

Die letzte Nacht haben Anouk und ich zu zweit im Bett verbracht und Kay ist freiwillig auf die Couch gezogen. Meine Angst, dass Anouk im Bett erdrückt wird war zu groß und da ich hinsichtlich meiner Erkältung nun auch noch angeschlagen bin, war das die beste Lösung. Der arme Kay...
Anouk geht es jeden Tag ein Stückchen besser, zwar ist sie weiterhin matt, das Auge jedoch verheilt sichtbar. Die Wundflüssigkeit verringert sich merklich und die Schwellung ist fast verschwunden, einzig, dass sie das operierte Auge zukneift beunruhigt mich noch ein wenig.
Da unser Leberwurstvorrat innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht war, hat sich Hundepapa Kay heute in die Spur begeben und heldenhaft für Nachschub gesorgt.
Einige Zeit hat mich postoperativ ihr nicht vorhandener Output besorgt, aber auch das Problem hat sich nun endgültig erledigt.
Ich versorge Anouk immer noch 24 Stunden am Tag und lasse sie nicht aus den Augen, vom Alltag sind wir noch meilenweit entfernt, aber peu à peu wird ihr Zustand stabiler.
Und wer sich fragt was die Fledermaus und ihr Pfleger gerade treiben (Klick auf das Bild):



...ohne Worte.

Muntere Grüße sendet Katharina.

1 Kommentar 14.12.13 18:01, kommentieren

Der ganz normale Wahnsinn

Nach einer weiteren unruhigen Nacht ist Anouks Auge heute merklich abgeschwollen. Auch ein kleines Geschäft war heute morgen im Hof schon möglich...ich habe das Gefühl, dass es bergauf geht.
Damit ihr einen Eindruck erhaltet, wie unser Tagesablauf postoperativ aussieht, folgt eine detaillierte Beschreibung.
Morgens beginnt der Tag mit der Anfertigung einer Medikamentenliste mit den jeweiligen Uhrzeiten zu denen sie die Arznei verabreicht bekommt. Sobald ich ein Mittel gegeben habe, streiche ich die Uhrzeit durch, ansonsten habe ich keine Chance den Überblick zu behalten.
Ganz wichtig: Leberwurst, ohne geht es nicht, denn die Medikamente in Tablettenform lassen sich sonst schwerlich einflößen.
Um 6.00 bekam Anouk Cortison systemisch, danach gab es ihr Frühstück mit einem anschließenden Hofgang. 7.30 kühlte ich 10 Minuten ihr Auge mit feuchten, kalten Wattepads (wichtig: sie müssen fusselfrei sein) verbunden mit einer Reinigung der Augenumgebung und der Gabe antibiotischer Augensalbe. Danach säuberte ich das Innere ihres Halskragens, da die Wundflüssigkeit und das Kleckern beim Fressen den Kragen schnell verschmutzen lassen. 8.00 bekam sie ihre Antibiotika systemisch, 8.30 Schmerztabletten. Aller 4 Stunden (tagsüber) wiederhole ich das Kühlen, Säubern des Auges und das Einbringen antibiotischer Salbe. Aller 8 Stunden (demzufolge auch nachts) verabreiche ich ihr das Schmerzmittel und aller 12 Stunden gebe ich Antibiotika systemisch. Das Cortison schleichen wir immer noch aus, so dass sie aller 3 Tage eine viertel Tablette von 5mg Prednisilon erhält.
Zwischendurch reiche ich ihr das Futter und Wasser, da sie durch den Halskragen schlecht fressen kann (er behindert dabei leider) und gehe mit ihr kleine Runden im Hof.
Sie ist immer noch müde und schläft bereits wieder (Klick auf das Bild):



Gesundende Grüße sendet Anouk.

13.12.13 08:51, kommentieren

Hundejammer

Meine arme kleine Fledermaus ist immer noch sehr schmerzempfindlich und matt. Sie schläft fast den ganzen Tag und kneift ihr operiertes Auge zusammen, welches wirklich sehr geschwollen ist. Sie sucht ständig meine Nähe und braucht viel Wärme und Zuspruch: wo ist nur meine vitale, freche und ausgelassene Anouk hin? Weil ich solidarisch bin, werde ich scheinbar auch krank: Schnupfen und Halsschmerzen sind bereits im Anmarsch.
Aller drei Stunden kühle ich seit heute morgen ihr Auge, sie lässt es sich gut gefallen, weil es ihr sicherlich etwas den Schmerz nimmt.
Vorhin bin ich mit ihr fünf Minuten im Hof gewesen: langsam trottete sie recht unmotiviert neben mir her, es war weder Pipi noch ein anderes Geschäft drin. Na gut, wir nehmen uns für morgen vor, dass es besser wird.
Sie liegt gerade neben mir auf der Couch, eingewickelt in einer Decke, und schlummert vor sich hin.
Hier einmal ein Bild von den Medikamenten, die sie gerade bekommt, um einen Einblick von den Ausmaß zu bekommen (Klick auf das Bild):



Grüße vom Sofa sendet Anouk.

12.12.13 15:42, kommentieren

Entwarnung

Gerade eben hatte ich ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin der Tierklinik. So schlimm wie es aussieht, ist es nicht. Die Schwellung und Segregation sind völlig normal nach einer Operation am Auge. Ich habe empfohlen bekommen das Auge mit kaltem Wasser zu kühlen, was ich auch sofort tat. Weiterhin soll ich das Schmerzmittel trotzdem nur in einem Rhythmus von 8 Stunden verabreichen, soweit so gut.
Anouk liegt gerade neben mir auf dem Sofa und meckert vor sich hin, weil ein Handwerker im Haus ist - das geht also schon wieder.
Das Innere des Auges hat sich im Gegensatz zu gestern schon auffällig verändert, sie öffnet es mehr und auch das Augenweiß (was vorher blutrot war), ist zurückgekehrt.



Zu allem Überfluss habe ich nun noch festgestellt, dass Madame läufig ist - die Arme, erst die doofe Augenoperation und jetzt auch noch Hormonchaos.

Ningelige Grüße sendet die tapfere Kriegerin Anouk.

12.12.13 09:19, kommentieren

Nachtlager

Nachdem es Anouk gestern Abend postoperativ nicht gut ging und ich das Gefühl hatte, dass sie nicht alleine schlafen sollte, haben wir umdisponiert.
Im Bett gemeinsam zu übernachten kam nicht in Frage, ich hatte die Befürchtung, dass sie nachts eventuell (aufgrund ihrer Koordinationsschwierigkeiten) "abstürzt" - somit war die Couch auch ausgeschlossen. Die Lösung war, dass ich mit meiner Fledermaus auf dem Wohnzimmerteppich schlief. Eine dicke Decke plus Gymnastikmatte diente als Unterlage. Aus Solidarität schlief mein Freund mit im Wohnzimmer auf der Couch, dafür war ich ihm wirklich sehr dankbar.
Es war eine unruhige Nacht, Anouk wechselte ständig ihre Ruheposition und als ich gegen 3.00 aufwachte fiepte sie und wurde immer unruhiger. Ich vermutete Schmerzen und gab ihr schnell ein in Leberwurst verpacktes Schmerzmittel. Wir schliefen wieder ein. Um 5.30 stand Kay plötzlich auf (der Wecker war auf 6.15 gestellt), weil Anouk sich vor ihn an die Couch setzte - ein Hinweis darauf, dass sie sie dringend auf die Wiese sollte.
Das operierte Auge segregiert seit gestern Abend stark, die Wundflüssigkeit ist heftig - ich wische diese regelmäßig mit einem in abgekochtem Wasser getränkten Wattepad ab. Außerdem ist ihr Auge heute stark geschwollen und ich habe trotz Medikation den Eindruck, dass sie Schmerzen hat. Deshalb rief ich heute morgen die Klinik an und bat um ein Gespräch mit der Operateurin, um sicher zu sein, dass ihr Zustand "normal", nach so einem schweren Eingriff, ist. Ich soll mich um 8.30 erneut melden, um mit der Ophtalmologin zu sprechen.

Bis später, ich berichte, Katharina und Anouk.

12.12.13 07:48, kommentieren